Interview

Will Smith: «Ich konnte mich als Künstler voll einbringen»

Mit «Aladdin» stellt das Walt-Disney-Studio eine turbulente Live-Action-Verfilmung seines Animation-Klassikers von 1992 vor: Will Smith tritt als Flaschengeist Dschinni die Nachfolge von Robin Williams an.

Den richtigen Schauspieler für Dschinni zu finden, ein blaues Wesen, das in der Lage ist, jederzeit seine Form zu verändern, und in einer Öllampe eingeschlossen ist, war entscheidend – die Latte lag aufgrund der legendären Darstellung von Robin Williams im Animationsfilm «Aladdim» von 1992 hoch. Als seinerzeit erste wirkliche Performance eines animierten Charakters durch einen Filmstar – und möglicherweise eine der besten überhaupt – wurde Williams‘ Arbeit weltweit gefeiert. Die Filmemacher hatten nicht die Absicht, diese ikonische Leistung nachzubilden. Die Energie der Performance musste einen anderen Dreh erhalten. Aber wer würde in der Lage sein, eine Energie auf der Kinoleinwand zu entladen, die dem Geiste des Originals ähnlich war und sich doch davon auch abhob? – Will Smith bekundete schon früh sein Interesse an der Rolle. Der Schauspieler, Produzent, Comedian und Rapper freute sich auf die Neuentwicklung der Figur und die Aussicht, sie für sich selbst neu definieren zu dürfen. Aber erst nach einem Treffen mit dem «Aladdin»-Regisseur Guy Ritchie wurde die Sache konkret: «Als wir uns zusammensetzten und er mir seine Vision erklärte, aus dem Stoff eine verstärkt authentische Geschichte zu machen, die Figur mehr in der Realität zu verankern und hin und wieder auch Referenzen aus der Popkultur einfliessen zu lassen, war ich dabei», erinnert sich Smith. «’Aladdin’ war das erste Projekt seit der TV-Serie ‚The Fresh Prince of Bel-Air‘, das so viele Dinge vereint, die ich liebe: Ich darf singen und tanzen und rappen und spielen, habe komödiantische wie auch ernstere Momente – ich konnte mich als Künstler voll und ganz einbringen.»