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Von «Honig im Kopf» zu «Rocca verändert die Welt»

«Rocca verändert die Welt» ist ein frecher und tief berührender Film über ein starkes Mädchen, das sich nicht um Konventionen kümmert und einzig seinem Herzen folgt – geschrieben von der «Honig im Kopf»-Autorin Hilly Martinek.

Mutig, witzig, unverwechselbar: Das ist Rocca. Rocca ist elf Jahre alt und führt ein ungewöhnliches Leben. Während ihr Vater als Astronaut aus dem Weltall auf sie aufpasst, lebt Rocca mit dem Eichhörnchen Klitschko zusammen und geht zum ersten Mal auf eine normale Schule. Dort fällt Rocca durch ihre unbekümmerte und unangepasste Art sofort auf. Angstfrei stellt sie sich den Mobbern der Klasse, denn für Rocca steht Gerechtigkeit an erster Stelle. «Rocca»-Erfinderin ist Hilly Martinek, die bereits das Drehbuch zu Til Schweigers Kinohit «Honig im Kopf» geschrieben hat. Wie die Demenz-Tragikomödie ist auch «Rocca verändert die Welt» autobiografisch inspiriert: «Schon in ,Honig im Kopf‘ erzählte ich von einem Mädchen, das anders und mutig und ein bisschen frei war», sagt Hilly Martinek. «Rocca hat mit mir zu tun, da ich auch ein frei denkender Mensch bin, der immer ein bisschen was verändern will – viel mehr noch aber mit meiner jüngsten Tochter Smilla. An sie hatte ich gedacht, als ich das Drehbuch schrieb.» Für Detlev Buck, der in einer Gastrolle als kauziger Taxifahrer zu sehen ist, ist Rocca eine zeitgemässe Pippi Langstrumpf: «Heute wie damals wünschen sich Kinder eine Freundin, die alles meistert. Und wie bei Pippi sind auch bei Rocca die Eltern nicht da – und sie schlägt sich ganz allein durch die Welt.» Für Michael Maertens, im Film Schuldirektor Klein, hat Rocca sogar eine fast messianische Wirkung auf ihre Mitmenschen: «Jeder, der Rocca begegnet, ist danach ein besserer Mensch».