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Til Schweiger: «Das kann jedermann nachvollziehen»

Til Schweiger, Samuel Finzi und Milan Peschel sorgen beim «Klassentreffen 1.0» 30 Jahre nach dem Abschluss für jede Menge Ärger – zu sehen ab Donnerstag in den KITAG CINEMAS. Zwei Fortsetzungen wurden bereits vorab angekündigt.

«Mir war wie immer wichtig, dass die Zuschauer vergessen, dass sie Schauspielern zusehen», sagt Regisseur Til Schweiger zu seiner neuen Komödie «Klassentreffen 1.0» frei nach dem dänischen Original. «Wir müssen einfach glauben, dass die Figuren echt sind. Und natürlich müssen die drei Hauptfiguren als Freunde überzeugen. Und solch ein Zusammenspiel funktioniert umso besser, wenn man seine entsprechenden Kollegen auch privat wirklich mag.» Einmal mehr übertraf sich der für sein hohes Drehtempo berühmte Schweiger selbst – von der Entscheidung für das Projekt bis zum letzten Drehtag vergingen nur fünfeinhalb Monate: «Ich habe während meiner Karriere nur dreimal beim Ende von Dreharbeiten geheult, weil ich so traurig darüber war, dass jetzt alles vorbei war: bei meinem ersten Spielfilm ‚Manta, Manta‘, bei ‚Barfuss‘ und jetzt bei diesem Film. Wir waren ein echtes Team – vor und hinter der Kamera. Und wir hatten eine Menge Spass. Das war wirklich ein besonderes Erlebnis.» Und was macht den Film so besonders? «Alle Zuschauer können sich mit den Figuren identifizieren, weil man das Gefühl bekommt, hautnah dabei zu sein. Genau das hat damals den Erfolg von ‚Keinohrhasen‘ ausgemacht. Oder die Ehekrise in ‚Zweiohrküken‘ – das kann jedermann nachvollziehen. Hier geht es um das Gefühl, wie sehr man sein Leben mit unwichtigen Dingen verplempert. Hier geht es um die Frage nach den eigentlichen Werten, nach unserer Aufgabe in der Welt. Warum sind wir überhaupt hier? Wie nutzen wir die uns verbleibende Zeit? Letztlich ist ‚Klassentreffen 1.0‘ eine Komödie, die uns vermittelt: Altwerden ist gar nicht so schlimm, wenn es gelingt, das Kind in dir zu erhalten.» Und Schweiger bestätigt: «Da wir uns vorgenommen haben, wie im dänischen Original eine Trilogie zu drehen, ist das für mich auch ein Anreiz, unser Bestes zu geben. Das werde ich auf jeden Fall tun – zumal der zweite dänische Film noch witziger ist als der erste!»

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