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«Mister Link»: Irrwitzige Stop-Motion-Animation

Der Stop-Motion-Animationsfilm «Mister Link - Ein fellig verrücktes Abenteuer» (engl. Titel: «Missing Link») lässt einen Forscher auf eine sagenumwobene Kreatur treffen, mit der er seinen Ruf ausbauen will.

Nach aussen ist Mister Link liebenswert und freundlich. Im Inneren ist Mister Link eine Ansammlung metallischer Einzelteile, darunter ein mechanischer Bauchbeweger, ein Brustatmer, Geräte zum Quetschen und Strecken, Schneckenräder sowie Schienen und Getrieberäder. Mister Links Fell wurde mit verschiedenen Techniken hergestellt. Sein eigentlicher Körper wurde zunächst aus einzelnen Stücken aus perforiertem Schaumgummi fabriziert. Diese Teile sind wie Muskeln und wurden an seinem Metallskelett angebracht. Dann wurden für einen Haut- oder Fellanzug Streifen von geformtem Silikon mit der Felltextur auf den bestehenden Körper angebracht und angeklebt. Weil Links Hals ungemein beweglich sein und sich quetschen wie auch strecken können musste, kamen individuelle «Fellblüten» aus Urethan zum Einsatz, die man in einzelnen Lagen anbrachte, ähnlich wie Federn bei Vögeln angeordnet. Wenn Link sich wendet oder dreht, gleiten die verschiedenen Lagen nahtlos übereinander und aneinander, anstatt Falten zu werfen und zu knicken, wie das bei einem einzelnen Teil aus geformtem Silikon der Fall sein würde. Nachdem das Fell angebracht wurde, folgte eine sehr feine und schöne Bemalung, die für zusätzliche Tiefe und die Betonung einzelner Haare sorgte. Mister Links Karo-Anzug verweist auf die modischen Konventionen im Nordwesten wie auch auf die Geschichte des Webens der Zeit: White Stag und Pendleton sind Marken, die in diesem Zeitalter in Portland, Oregon, gegründet wurden. Viele Stoffe haben eine leichte, dehnbare Basis, die auf einen ganz bestimmten Grundton hin gefärbt und dann digital zusätzlich bearbeitet und bestickt wurde, um in der Textur die richtigen Details zu betonen. Die Kostümdesignerin Deborah Cook sagt: «Alle Stoffe für Kostüme in Laika-Filmproduktionen werden in-house gefertigt. Nichts wurde von der Stange gekauft. Wir müssen unsere Kostüme nicht nur im Miniaturformat schneidern, sondern auch dafür sorgen, dass sie den Belastungen eines Filmdrehs standhalten. Und natürlich müssen sie vor der Kamera toll aussehen. Bis es soweit ist und wir zufrieden sind mit unseren empfindlich detaillierten Kreationen, haben wir eine lange Phase des Experimentierens hinter uns.»