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Martin Scorsese über Andrew Garfield: «Ein Geschenk Gottes»

Basierend auf historischen Ereignissen erzählt Martin Scorsese mit «Silence» in monumentalen Bildern von der Kraft des menschlichen Glaubens und dem spirituellen Überlebenskampf eines jungen Priesters im Japan des 17. Jahrhunderts.

«Der dafür passende Schauspieler musste die Fähigkeit haben, die komplexen Konflikte dieser Figur zu verstehen und sich mit ihnen auseinanderzusetzen», so Martin Scorsese. «Mir war auch klar, dass wir jemand finden mussten, der diese Rolle spielen wollte. Im Lauf der Jahre hatte ich viele Schauspieler gesehen. Einige davon sagten, dass sie sich nicht für das Thema interessierten, und damit hatte sich der Fall erledigt.» Scorsese hatte aber auch viele junge Schauspieler getroffen, die von der Materie und der Geschichte fasziniert waren, und er zog mehrere davon in Betracht. Für die grosse Offenbarung sorgte dann Andrew Garfield. Der Brite hatte gerade seinen triumphales Broadway-Debüt in Mike Nichols’ Inszenierung von Arthur Millers «Tod eines Handlungsreisenden» gegeben, für das er eine Tony- Nominierung erhielt, und seinen Einsatz als «The Amazing Spider-Man» absolviert – für Scorsese schien er wie der leibhaftige Pater: «Andrew hat das richtige Alter, aber vor allem: Er hat die Fähigkeit, diese Rolle zu meistern. Und sie bedeutet ihm etwas. Offen gestanden, er ist ein Geschenk Gottes», so der Regisseur.