Interview

Luna Piano (12): «Ich bin nicht ganz so krass wie Ari»

Nach ihrem Auftritt im Schweizer Familienfilm «Papa Moll» markiert «Ostwind – Aris Ankunft» die erste Hauptrolle der erst 12-jährigen Bernerin Luna Paiano in einem deutschen Kinofilm.

Aber wie kam Luna Paiano überhaupt zu dieser Hauptrolle? – Der Zufall hatte seine Finger im Spiel. So traf die «Ostwind 4»-Regisseurin Theresa von Eltz einen Kameramann, der ihr einen Film zeigen wollte, an dem er gerade gearbeitet hatte: der Schweizer Kinderfilm «Papa Moll» aus dem Jahre 2017. Darin spielt Luna Paiano an der Seite von Stefan Kurt eines der Kinder des titelgebenden Papa Moll. Die Regisseurin war sofort begeistert von der ungewöhnlichen Energie des Kindes und schrieb der «Ostwind»-Produzentin Ewa Karlström eine Mail, sie müsse sich Luna unbedingt einmal ansehen und zum Casting einladen: «Wir wären sonst niemals auf sie aufmerksam geworden», erklärt die Karlström. «Sie wäre zu keinem unserer Castings gekommen, weil sie in der Schweiz wohnt und damals keine Agentur hatte. So kam sie aber auf unsere Einladung hin und wir waren ganz begeistert von ihrem Talent, ihrer Energie, ihrem Feuer. Als wir sie zum Recall einluden, sagte sie zu uns: ,In ‚Papa Moll‘ war ich eigentlich eine Fehlbesetzung, ich bin nämlich gar nicht klein und süss!’» Als ihre Grosseltern das Drehbuch zum ersten Mal lasen, blickten sie sich an und sagten: «Also, woher kennen die denn unsere Luna? Wie gibt es das denn?» Denn Luna Paiano war Ari. Das Projekt war auf dem richtigen Weg: «Es ist eine Figur, die sehr viel Kraft hat und viel Energie», sagt Luna Paiano. «Das kann manchmal überkippen. Im Film muss Ari lernen, das auch ein bisschen zu zügeln. Ich selber bin nicht ganz so krass wie Ari, aber manchmal würde ich mir schon wünschen, auch so stark zu sein. Aber im Grunde kann ich mich in der Figur schon wiedererkennen. Sie ist eine Kriegerin, ist voller Feuer und sehr explosiv – das ist eben ganz anders als die Schläferin, die eher zart und überlegt ist, eher wie Wasser. Aber ich denke, die beiden gehören zusammen. Wasser und Feuer. Das passt gut.» Aktuell lebt Luna Paiano in Bern und besucht dort die Primarschule. 2016 spielte sie im Theater fünfnachbusch im Zwei-Personen- Stück «Mi lieb gstöört Vättu» mit. Auch hatte sie eine Rolle in einer Episode der SRF-Krimiserie «Der Bestatter».