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Isabelle Huppert: «Greta betont, wie einsam sie ist»

Die mehrfach preisgekrönte französische Ausnahmeschauspielerin Isabelle Huppert sorgt als einsame New Yorkerin im Stalking-Thriller «Greta» für reichlich Gänsehaut. Aber lesen Sie selbst, wie sie ihre Rolle sieht.

«Im ersten Teil der Geschichte ist Greta eine sehr nette Person. Und sehr zerbrechlich. Ich würde nicht so weit gehen zu sagen, dass sie schwach ist. Aber man erlebt sie schon als ganz besonders schüchterne Person, die in gewisser Hinsicht aber auch sehr fordernd ist. Deshalb nehmen wir zunächst auch an, dass Sanftheit und Liebe zu ihren vorrangigen menschlichen Qualitäten gehören. Ausserdem betont sie immer wieder, wie einsam sie ist. Und das ist sie wahrscheinlich auch. Wahrscheinlich macht sie das, was sie tut, aus Einsamkeit. Aber was die Rolle letztlich so interessant macht, sind ihre unterschiedlichen Persönlichkeiten. Was verbirgt sich hinter diesen Augen? Sie scheint eine wirklich normale Person zu sein, das kann sie sehr gut spielen. Aber im Laufe der Geschichte zeigt sie immer neue Facetten ihrer Persönlichkeit».