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Gruselige Filmmusik des Grauens: So klingt Horror

Der Saxophonist und Avantgarde-Komponist Colin Stetson schuf für den Gruseltrip «Hereditary» einen Soundtrack, der die Schreckensgeschichte auch musikalisch perfekt unterstützt.

Die oscarnominierte und Emmy-preisgekrönte Schauspielerin Toni Collette gibt im Gruselthriller «Hereditary» eine schauspielerische Bestleistung, die ihr so schnell niemand streitig macht. Fast beiläufig nimmt man auch die Filmmusik zur Kenntnis, welche das Geschehen erst richtig beunruhigend und unbehaglich macht. Dafür engagierte der Autor und Regisseur Ari Aster den Saxophonisten und Avantgarde-Komponisten Colin Stetson, der bereits mit Arcade Fire, Bon lver, TV on the Radio und Tom Waits im Studio und auf Tour war und zu mehreren Filmen die Musik (Score und Songs) beigesteuert hatte. Stetsons Kompositionen waren unter anderem in Dramen wie «12 Years a Slave», «De rouille et d’os» und «The Rover» zu hören: «Colins Blasinstrumente klingen zutiefst unheimlich», sagt Aster. «Er spielt nicht nur einfach Saxophon – er verwendet Zirkular-Atmung, Multiklänge und perkussive Ventilgeräusche, was sehr effektiv ist. Beim Schreiben des Drehbuchs hörte ich seine Solo-Alben «New History Warfare 2» und «New History Warfare 3». Für mich war sein Sound immer untrennbar mit dem Film verbunden.» Nichts lag für Ari Aster also näher, als bereits in der frühen Entwicklungsphase des Films an Colin Stetson heranzutreten, um ihn davon zu überzeugen, einen aufregenden, ausufernden und komplexen Score für «Hereditary» zu entwickeln – zu hören jetzt in den KITAG CINEMAS.