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Fahri Yardim: «Und dann knutscht man sich wieder!»

Fahri Yardim hat als Nick Tschillers Kommissar-Partner Yalcin Gümer schon in den TV-Episoden für viele Lacher gesorgt und übernimmt auch im Kino den wichtigen „Buddy“-Part.

«Um ein guter Bulle zu sein, benötigt er einen gewissen Fatalismus», meint Fahri Yardim über seine Buddy-Rolle. «Er muss die harten Schattenseiten – ob in Hamburg, Moskau oder Istanbul – irgendwie verdauen, sonst macht ihn der Beruf innerlich kaputt.» Yalcin gelingt es, sich eine matrosenhafte Leichtigkeit zu bewahren, selbst wenn er eine klaffende Wunde am Kopf hat und blutet. Er verliert den Sinn des Lebens nie aus den Augen. Mit Nick Tschiller verbindet ihn ein absoluter Gerechtigkeitssinn. Worauf basiert das Verhältnis zwischen Nick und Yalcin? «Auf Liebe! Mit viel Reibung! Es besteht eine tiefe Verbindung zwischen den beiden», meint der Komiker weiter. «Yalcin ist etwas vernünftiger als Kopf-durch-die-Wand-Nick, aber im Herzen ist er extremst auf der Seite des Rammbocks. Ihm ist Nicks Leidenschaft tausendmal lieber als die kühle, sadistische Vernunft von anderen. Diese Überzeugung hat die beiden zusammengeschweisst, sie empfinden ganz ähnlich. Die gegenseitige Sympathie wächst ebenso wie das Vertrauen – also eine freundschaftliche Loyalität. In einer guten Freundschaft muss man auch einstecken können und dann sagen: ‚Dicker, ist in Ordnung, ich habs verstanden!‘ Und dann knutscht man sich wieder!»