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Emma Thompson: «Er ist der perfekte Anti-James-Bond»

Die Schauspielerin Emma Thompson war hocherfreut, ein Teil des «Johnny English»-Teams zu werden. Ihre Rolle als britische Premierministerin spielt sie als Mix aus Margaret Thatcher, Tony Blair und Theresa May.

«Ich fand das Drehbuch sehr gut geschrieben und sehr komisch; simpel aber charmant», sagt Emma Thompson. «Eine gute Story, nett und albern. Ich finde ja sowieso, dass es nicht genug Albernheit in dieser Welt gibt. Ich liebe Johnny English. Er ist der perfekte Anti-James-Bond. Er ist ein sehr guter Kontrapunkt zu diesen Testosteron-schwangeren und, ehrlich gesagt, ziemlich langweiligen gängigen männlichen Rollenmustern.» In ihrer ersten Rolle als Premierministerin liess sich Thompson von einer Reihe von Politikern inspirieren: «Sie ist ein Mix aus Thatcher, Blair und May. Sie ist die düsterste Version dieser Politiker, die ihr Amt nutzen, weil sie sich von der Macht angezogen fühlen. Zu dem Zeitpunkt, als wir ihr zum ersten Mal begegnen, ist sie verzweifelt. Sie trifft ziemlich katastrophale Entscheidungen. Und obwohl es sich um eine Komödie handelt, die ziemlich albern ist, war es für mich trotzdem ein interessanter Gedanke, mir vorzustellen, wie es wäre, diese Art von Macht zu besitzen. Diese Premierministerin hält sich selbst für sehr wichtig. Und als sie das Gefühl hat, dass ihr die Macht entgleitet, reagiert sie mit Verzweiflung, wie ein eingesperrtes Tier.» Auch Rowan Atkinson ist begeistert von Thompsons Auftritt. Seine Begründung? – «Für diese Rolle braucht man eine Frau, die so stark und seriös wirkt, dass sie in der Rolle der Premierministerin glaubwürdig ist. Das kann keine Comedy-Premierministerin sein, und trotzdem muss diese Rolle mit einem Augenzwinkern und Sinn für die Absurdität im Angesicht von Johnny English gespielt werden.»