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«Die Goldfische»: Von Oberbayern im Bus direkt nach Zürich

Die Dreharbeiten zur deutschen Komödie «Die Goldfische» fanden vom 5. Juni bis zum 26. Juli 2018 in Oberbayern, in der Innenstadt von Zürich und im Skyline Park in der Nähe von Bad Wörishofen statt.

«Wir waren vor allem viel unterwegs, häufig auf den Strassen», erinnert sich «Die Goldfische»-Produzentin Justyna Muesch. Eine grosse Rolle spielte deshalb der Bus, in dem die Goldfische-WG unterwegs nach Zürich und wieder zurück ist: «Wir haben diese Szenen mit einem Top-Drive umgesetzt, also einem Bus mit oben aufgebautem Fahrerplatz. Ein Stuntman steuert den Bus somit von oben. Anders wäre es nicht möglich gewesen die vielen Fahraufnahmen und Stunts sicher umzusetzen.» Herzklopfen herrschte bei der Unfallsequenz zu Beginn des Films. Anders als bei ungleich grösseren amerikanischen Produktionen stand nämlich nur ein einziger Sportwagen zur Verfügung, den man zu Schrott fahren konnte. «Wir haben alle aufgeatmet, als wir das einmal und dann auch richtig hinbekommen haben und waren dankbar, dass wir dabei auf die Erfahrung von so erfahrenen Stunt- und SFX Leuten wie Roland Leyer und Gerd Nefzer vertrauen durften. Dieser wurde mit einem Oscar für seine Arbeit an ‚Blade Runner 2049‘ geehrt.», gesteht die Produzentin. Als besonders interessante Location erachtet der Autor und Regisseur Alireza Golafshan den Skyline Park, an dem der grosse «Die Goldfische»-Showdown stattfindet. «Wir haben während des offenen Betriebs gedreht, und es war die Szene, bei der die meisten Statisten zum Einsatz kamen», erzählt Golafshan. «Weil die Szene im Drehbuch in der Schweiz spielt, mussten wir den Park obendrein etwas umdekorieren, um dieser Vorgabe gerecht zu werden.» Mit dem Skyshot wurde das ganze Geld, um das es in der Geschichte geht und das Oliver (Tom Schilling) mit Hilfe der WG von Zürich zurück nach Deutschland schmuggeln will, in die Luft geschossen – auch das eine Klappe, die nur einmal möglich war. «Tausende von Blüten, die wir angefertigt haben, wurden überall hin verstreut – aber ich kann bestätigen, dass wir jede einzelne wiedergefunden haben», sagt Muesch abschliessend.