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David Cronenberg präsidiert die 18. NIFFF-Jury

Das Neuchâtel International Fantastic Film Festival (NIFFF) freut sich ganz besonders, mit David Cronenberg (75) einen der ganz grossen Autoren der jüngeren Filmgeschichte als Jury-Präsidenten zu empfangen.

An der Schlussfeier am 14. Juli vergibt der kanadische Filmemacher David Cronenberg den renommierten Narcisse H.R. Giger für den besten Film an einen der 16 Wettbewerbsbeiträge. Von 1975 bis 1996 prägte David Cronenberg die Geschichte des fantastischen Films mit «Shivers» (1975), «The Brood» (1979), «Scanners» (1981) und «Videodrome» (1983) – eine Reihe von einzigartigen Filmen, die auffielen durch ihre Radikalität und durch ihre eindrücklich gefilmten Gewaltszenen. Mit «The Dead Zone» (1983), «The Fly» (1986) und «Dead Ringers» (1988) richtete sich Cronenberg an ein breiteres Publikum und wurde zu einem grossen Namen der internationalen Filmbranche. Im folgenden Jahrzehnt inszenierte er drei hypnotische, prägende Filme – «Naked Lunch» (1991), «Crash» (1996) und «Existenz» (1999) – die gleichermassen dem Autoren- und dem Genrekino verpflichtet waren und die heutige Ästhetik vorwegnahmen. Mit seiner unverkennbaren Handschrift wandte sich kanadische Regisseur danach andersartigen Produktionen zu und schuf so markante Werke wie «History of Violence» (2005), «Eastern Promises» (2007), «Cosmopolis» (2012) oder «Maps to the Stars» (2014).