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Bryan Cranston: «Ich musste eine Art Zen-Zustand erreichen»

Obwohl der «Breaking Bad»-Star Bryan Cranston viele unterschiedliche Figuren gespielt hat, stellten die körperlichen Anforderungen an das Spielen einer Person mit Querschnittslähmung eine neue Herausforderung dar.

Die körperlichen Anstrengungen, eine Figur zu spielen, die komplett gelähmt ist, musste der «The Upside»-Star Bryan Cranston vor allem mental bewältigen: «Zuerst dachte ich, ich müsste mich ganz darauf konzentrieren, absolut unbewegt zu sein», sagt er. «Ich begann zu üben, meinen Körper steif und unbeweglich zu halten, aber das kann man nicht sehr lange durchhalten und man ist auch viel zu angespannt dabei. Es musste also das genaue Gegenteil davon sein: Ich musste eine Art Zen-Zustand erreichen, um nur noch zu atmen und langsam loszulassen. Ich musste zulassen, dass der ganze Körper irgendwann im Rollstuhl wie zusammenbricht, bis das einzige, was man noch bewegen kann, der Hals ist. Und das hat funktioniert.» Zusätzlich verbrachte Cranston viel Zeit mit anderen querschnittsgelähmten Menschen und lernte dabei nicht nur ihre täglichen Abläufe kennen, sondern auch, wie sich ihr Leben dadurch verändert hat – ihre Beziehungen, ihre Emotionen und ihre Selbstwahrnehmung. Um weitere Authentizität zu gewährleisten, arbeiteten Bryan Cranston und und sein Co-Star Kevin Hart eng mit mehreren Beratern des Kessler Institute for Rehabilitation in New Jersey und des Magee Rehabilitation Hospitals in Philadelphia zusammen. Ihre Berater, die aus Menschen mit Querschnittslähmung und aus Lebenshelfern bestanden, waren jeden Tag am Set, um sicherzustellen, dass alles so inszeniert wurde, dass sich die Figuren und Situationen echt anfühlten.